Jahresabschluss

Jeder Unternehmer muss am Ende eines Geschäftsjahres einen Jahresabschluss erstellen. Für die einen dies die Einnahmenüberschussrechnung für die anderen eine Bilanz- mit Gewinn und Verlustrechnung.

Einnahmenüberschussrechnung § 4 Abs. 3 EStG:

Die Einnahmenüberschussrechnung oder auch EÜR / 4(3)-Rechnung genannt ist eine vereinfachte Art zur Ermittlung des Gewinnes über einen Zeitraum. Der Zeitraum in diesem Fall ist normalerweise das Geschäftsjahr. Für Einnahmenüberschussrechner gillt grundsätzlich Geschäftsjahr gleich Kalenderjahr.

Die EÜR wird in Österreich auch Einnahmen-Ausgaben-Rechnung genannt. Der Grund für diese Bezeichnung ist, dass alle Einnahmen erfasst und dann alle Ausgaben abgezogen werden. Diese Gewinnermittlungsart ist dahingehend vereinfacht, dass die Betrachtungsweise auf ein Jahr festgelegt ist. Es gilt gemäßt § 11 EStG das Zufluss-Abfluss-Prinzip. Damit ist für den 4(3)-Rechner unerheblich was vor und nach dem Geschäftsjahr passiert. Der Einnahmenübschussrechner betrachtet nur das Wirtschaftsjahr.

Jahresabschluss (Bilanz) § 242 HGB / § 4 Abs. 1 EStG / § 5 EStG:

Von den Einnahmenüberschussrechnern sind die "Bilanzierer" abzugrenzen. "Bilanzierer" müssen zwar auch Ihren Gewinn ermitteln, jedoch sind die Vorschriften abhängig von den Größenverhältnissen der Gesellschaft oder des Kaufmanns festzustellen.

Eine Bilanz aufstellen muss ein jeder Kaufmann gemäß § 242 HB. Jedoch muss eine Bilanz erst aufgestellt werden, wenn auf zwei aufeinander folgende Geschäftsjahre der Umsatz die Grenze von 500.000 € und der Gewinn 50.000 € übersteigt (§ 241a HGB).

Der Unterschied zwischen der EÜR und der Bilanz sind spezielle Wahlrechte im steuerlichen und handelsrechtlichen Bereich.