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Wie mache ich eine richtige Selbstanzeige?

Grundsätzlich läuft es wie folgt ab:

Wenn Sie Steuern in der Vergangenheit hinterzogen haben, dann haben Sie hierdurch einen Vorteil erlangt, der Ihnen eigentlich nicht zu steht, den Vorteil hätten Sie nicht wenn Sie alles richtig versteuert hätten. Das heißt, Sie müssen im Rahmen der Steuererklärung, die Sie fehlerhaft abgegeben haben, eine Korrektur vornehmen.

Wichtig an dieser Stelle ist, dass eine Steuerhinterziehung z.B. auch im Rahmen der Umsatzsteuer gegeben ist, wenn Sie regelmäßig falsche umsatzsteuerliche Werte melden oder z.B. sich hierdurch einen Liquiditätsvorteil verschaffen. Sie müssen also auch in diesem Fall eine Korrektur vornehmen. Das heißt, Sie nehmen Ihre alten ermittelten Steuererklärungen, die Sie in den letzten zehn Jahren erstellt haben. Beim Zeitraum wird unterschieden, zwischen der vorsätzlichen Steuerhinterziehung, bei der eine Korrektur in der letzten zehn Jahren zu erfolgen hat und einer fahrlässigen Steuerhinterziehung, bei der nur die letzten fünf Jahre korrigiert werden. In den meisten Fällen ist jedoch von der zehnjährigen auszugehen, da fahrlässige Steuerhinterziehung in den meisten Fällen nicht gegeben ist und der Vorsatz in vielen Fällen unterstellt werden kann.

Das bedeutet, dass Sie die alten Steuererklärungen sammeln, und sich zudem die Belege zusammen suchen, die steuerlich relevant sind.

Dann haben Sie die Wahl. Zum einen können Sie das über einen Steuerberater oder einen Rechtsanwalt erledigen. Der Steuerberater ist versierter im Bereich der Erstellung der Steuererklärung. Der Rechtsanwalt ist für die strafrechtlichen Angelegenheiten meistens der bessere Ansprechpartner.

Wir arbeiten z.B. mit einem Rechtsanwalt zusammen und erledigen dann den kompletten Prozess für Sie. Das bedeutet wir übernehmen die Korrektur der Steuererklärungen. Je nach Art und Umfang, muss das korrekte steuerliche Ergebnis ermittelt und festgestellt werden und auch wie hoch die Differenz ist.

Denn anhand der Differenz, der pro Jahr hinterzogene Steuern, ergibt sich dann ein enormer Unterschied.

Bei einer Summe von bis zu 25.000 €, muss oftmals nur der Betrag nachgezahlt werden. Bei einer strafbefreienden Selbstanzeige über 25.000 €, müssen Sie 10 % des hinterzogenen Betrages zusätzlich zahlen. Bei mehr als 100.000 € sind es 15 % und bei mehr als 1.000.000 € sind es 20 %. Sie sollten sich also dessen bewusst sein, dass nicht nur nachzuzahlende Steuern hinzukommen, sondern auch ein Betrag mit dem Sie sich frei kaufen müssen, der je nach Summe pro Jahr ermittelt wird.

Zusätzlich zu diesen 10% kommen aber noch weitere 6 % Zinsen pro Jahr. Das entspricht 0.5 % pro Monat und dementsprechend 6 % pro Jahr. Das sollten Sie auch bei Ihrer Situation mit einkalkulieren. Hierbei handelt es sich nicht um einen Zinseszins.

Wichtig ist vor allem, dass wenn die Steuererklärungen korrigiert worden sind, dann sind diese Beträge sofort zu bezahlen, damit es sich um eine strafbefreiende Selbstanzeige handelt.

 

 

Zusammenfassend ist das Vorgehen wie folgt:

Sie stellen fest, dass Sie Steuern hinterzogen haben, dann sammeln Sie die alten Steuererklärungen inklusive der Belege, die die richtige Steuer ergeben. Der Steuerberater korrigiert anschließend die Steuererklärungen und übermittelt daraufhin eine neue Steuererklärung. Sie zahlen danach die Steuern inklusive Zinsen und Freikaufbetrag. Im nächsten Schritt wird entschieden - je nach Höhe -, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird oder eben nicht. Im Normalfall erhalten Sie im Anschluss die geänderten Steuerbescheide, somit alles wieder seinen richtigen Weg geht.

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